Veranstaltungen

Veranstaltungen zur Ausstellung Renato Mordo


Mittwoch, 25. Januar 2023 | 19.00 Uhr

Ausstellungseröffnung

Veranstaltungsort: Thessaloniki Konzerthaus M2

In Kooperation mit: Thessaloniki Konzerthaus, Goethe Institut, Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz und  Cultural Triangle of Prespa

Ausstellung zur Erinnerung an Renato Mordo, Mitbegründer der Griechischen Nationaloper 

Das Thessaloniki Konzerthaus, das Goethe Institut, die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz und das Cultural Triangle of Prespa erinnern gemeinsam an Renato Mordo, den ersten Regisseur der Griechischen Nationaloper. Gemeinsam zeigen die Kooperationspartner vom 25. Januar bis zum 19. Februar 2023 die Ausstellung „Renato Mordo: jüdisch, griechisch, deutsch zugleich – Ein Künstlerleben im Zeitalter der Extreme“ im Thessaloniki Konzerthaus Μ2 und in der Bibliothek des Goethe Instituts in griechischer und deutscher Sprache. Die Eröffnung findet am Mittwoch, den 25. Januar um 19.00 im Thessaloniki Konzerthaus M2 statt.

Die Ausstellung zeigt Stationen im Leben des Theater- und Opernregisseurs Renato Mordo, Sohn eines jüdisch-griechischen Kaufmanns aus Korfu und einer jüdischen Österreicherin, der Ende 1932 Deutschland aufgrund immer häufigerer antisemitischer Anfeindungen und der drohenden Machtübernahme durch die Nationalsozialisten verließ und 1939 schließlich nach Griechenland floh. Dort war er Mitbegründer der Griechischen Nationaloper in Athen und förderte die junge Opernsängerin Maria Callas. Er überlebte das deutsche KZ Chaidari bei Athen und verfasste, kurz nach seiner Entlassung, das Theaterstück „Chaidari“, in dem er seine traumatischen Erfahrungen literarisch verarbeitete. Bevor er von 1952 bis 1955 Leiter der Oper in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz war, arbeitete er nach dem Krieg an Theatern in der Türkei, in Österreich und in Israel.

Einen besonderen Schwerpunkt der Ausstellung bildet die Darstellung der deutschen Besatzung Griechenlands im Zweiten Weltkrieg. Deren katastrophale Auswirkungen auf Athen und das ganze Land sowie die individuellen Folgen für Renato Mordo werden thematisiert. Auch wirft die Ausstellung anhand der Biografie Mordos noch einen kurzen Blick über den Zweiten Weltkrieg hinaus.

Die Ausstellung ist vom 25. Januar bis zum 19. Februar 2023 im Konzerthaus von montags bis sonntags von 10.00 bis 20.00 Uhr und im Goethe Institut montags 10.00 – 14.00 Uhr, dienstags, mittwochs, donnerstags 10.00 – 19.00 Uhr, freitags 15.00 – 19.00 Uhr und jeden 2.Samstag im Monat 9.00 bis 13.30 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei.

Hier finden Sie das Ausstellungsplakat.

Anmeldung und Informationen bei Gabriele Scheiner (Cultural Triangle of Prespa): gscheiner@ctp.de

Die Ausstellung wurde vom Gräzisten Torsten Israel (Mannheim und Athen) kuratiert und ist zusammen mit Uwe Bader von der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz und Marita Hoffmann vom Verlag LLUX aus Ludwigshafen am Rhein realisiert worden. Auch weitere Partner aus dem Bundesland, wie der Landtag Rheinland-Pfalz unterstützen die Realisierung. Αlle Übersetzungen der Ausstellung aus dem Deutschen ins Griechische entstanden im Rahmen einer Kooperation der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Arbeitsbereich Neugriechisch) und der Ionischen Universität Korfu (Abteilung für Fremdsprachen, Übersetzen und Dolmetschen).